"Unternehmen müssen sparen ... nicht einmal die know-how-trächtige Forschung und Entwicklung und dafür als essentiell gepriesene Personalentwicklung bleibt verschont. Wie können unter diesen Umständen HR-Manager und Personalentwickler Innovation und Entwicklung fördern sowie auf ein neues Fundament stellen?", so die zentrale Fragestellung des Artikels. Dem Universitätsmanagement der Med-Uni war aufgefallen, "dass sich einige Bereiche mit sehr geringen Mitteln höchst effizient entfalten, während andere trotz guter Ausstattung kaum zurechtkamen." Einen Erklärungsansatz bot Effectuation - was der Artikel auch anhand einer Reihe von Praxisbeispielen belegt.
Seit Herbst 2009 lernen Führungskräfte Effectuation in ihrer obligatorischen Grundausbildung kennen und anwenden. "Bereits während der Weiterbildungsveranstaltungen werden Synergien sichtbar, die Teilnehmer werfen neue Themenfelder auf und entwickeln Kooperationspotenziale, die sonst unbeachtet und unbearbeitet bleiben würden" berichtet Widowitz. Konkrete Nutzen seien u.a. größere Flexibilität, Dynamik und Motivation - da bei Mittelorientiertem Vorgehen Erfolge rascher sichtbar werden. "Effectuation ermöglicht es auch, in Situationen zu handeln und Wert zu schaffen, in denen Analysen und kausale Pläne nicht weiterhelfen."
Weitere Erfolge der PE, die sich laut Artikel "möglicherweise auf Effectuation zurückführen lassen": Die Med-Uni wurde als erste österreichische Universität mit dem EU-Gütesiegel "Human Ressource Excellence in Research" ausgezeichnet und erhielt den Steirischen Gesundheitspreis für das BGF-Projekt "Med Uni in Bewegung".
Artikel: Personalentwicklung nach dem Prinzip der Effectuation; personal manager 4-2010